Landwirtschaftskammer Bremen

Hofportraits

Landwirtschaft – Vielfalt zwischen Stadt und Land

Bremen ist weit mehr als Hafen, Industrie und Stadtleben. Rund ein Fünftel der Landesfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Gartenbaubetriebe prägen zahlreiche Stadtteile und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit Lebensmitteln sowie zum Erhalt der Kulturlandschaft.

Besonders die Grünlandwirtschaft und die Milchviehhaltung haben in Bremen eine lange Tradition. Von den Wümmewiesen in Borgfeld über die Höfe in Oberneuland bis zu den landwirtschaftlich geprägten Gebieten im Blockland, in Seehausen oder Strom zeigen sich ganz unterschiedliche Formen moderner Landwirtschaft. Familienbetriebe, Gartenbaubetriebe, Direktvermarkter und Milchviehhalter prägen das Bild ebenso wie innovative Ansätze in der Landwirtschaft mitten im städtischen Raum.

Die Landwirtschaft ist dabei weit mehr als die Produktion von Lebensmitteln. Sie gestaltet Landschaften, erhält Grünlandflächen, schafft Lebensräume für Tiere und Pflanzen und prägt seit Jahrhunderten das Gesicht vieler Bremer Ortsteile.

Mit unseren Hofporträts möchten wir die Menschen hinter den Betrieben vorstellen und einen Einblick in die Vielfalt der Bremer Landwirtschaft geben. Jeder Hof hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Schwerpunkte und seinen ganz persönlichen Beitrag für Bremen und seine Region.

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Oberneuland – Landwirtschaft zwischen Tradition und Stadtleben

 

Oberneuland gehört zu den grünsten und zugleich bekanntesten Stadtteilen Bremens. Geprägt von weiten Wiesen, alten Baumbeständen, historischen Höfen und repräsentativen Landhäusern verbindet der Stadtteil auf besondere Weise ländliche Tradition mit urbanem Leben.

Die Geschichte Oberneulands reicht bis ins Mittelalter zurück. Noch heute erinnern zahlreiche Bauernhöfe, Hofanlagen und landwirtschaftlich genutzte Flächen daran, dass die Entwicklung des Stadtteils eng mit der Landwirtschaft verbunden ist. Gleichzeitig entstand hier über die Jahrhunderte eine einzigartige Kulturlandschaft, die das Ortsbild bis heute prägt.

Neben seinen Parks, Alleen und historischen Gebäuden ist Oberneuland vor allem ein lebendiger Landwirtschaftsstandort. Familienbetriebe, Grünlandbewirtschaftung, Tierhaltung und Direktvermarktung sind fester Bestandteil des Stadtteils und tragen dazu bei, dass Landwirtschaft in Bremen unmittelbar erlebbar bleibt.

Die folgenden Hofporträts geben einen Einblick in die Vielfalt der Betriebe in Oberneuland und zeigen, wie unterschiedlich Landwirtschaft heute mitten in der Stadt gelebt wird.

Biohof Sündermann

Familienbetrieb in Bremen-Oberneuland mit Leidenschaft für Weidehaltung und regionale Lebensmittel. Auf den Wiesen rund um den Hof grasen Jerseykühe. Landwirtschaft, Natur und Handwerk greifen hier seit Generationen ineinander.

Borgfeld – Landwirtschaft zwischen Wiesen und Weite

 

Timmersloh gehört zu den ländlichsten Orten Bremens. Im äußersten Nordosten der Stadt, direkt an der Grenze zu Niedersachsen, prägen weite Wiesen, Gräben, Flüsse und landwirtschaftliche Flächen das Landschaftsbild. Wer hier unterwegs ist, spürt schnell, warum Borgfeld oft als „Dorf in der Stadt“ bezeichnet wird.

Der kleine Ortsteil blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit Jahrhunderten wird die Landschaft durch die Landwirtschaft gestaltet und gepflegt. Noch heute prägen Familienbetriebe, Grünlandbewirtschaftung und Tierhaltung die Region. Gleichzeitig bieten die umliegenden Wiesen und Gewässer zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.

Besonders charakteristisch für Timmersloh sind die Nähe zu den Borgfelder Wümmewiesen, die weiten Horizonte und die enge Verbindung von Landwirtschaft und Natur. Hier zeigt sich Bremen von seiner ländlichen Seite – ruhig, naturnah und geprägt von Menschen, die seit Generationen mit und von der Landschaft leben.

Die folgenden Hofporträts geben einen Einblick in die Betriebe vor Ort und zeigen, wie vielfältig Landwirtschaft in Timmersloh heute ist.

Hof Schnakenberg

Familienbetrieb in Bremen-Borgfeld mit Schwerpunkt Milchviehhaltung. Moderne Melkroboter und ein neuer Stall prägen den Hof. Auf 130 Hektar verbinden sich Grünland, Ackerbau und Naturschutz zu einer modernen Landwirtschaft mitten in Bremen.

Hintergrund: Das Format „Bremer Agrarnetzwerk“ ist ein Teil des Projektes „Wissenstransfer für die Landwirtschaft in Bremen“ und wird gefördert durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.